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Der BGH zu den Grenzen des Anspruchs auf Ausbildungsunterhalt

Es kann der Zumutbarkeit entgegenstehen, wenn der Unterhaltspflichtige von dem Ausbildungsplan erst zu einem Zeitpunkt erfährt, zu dem er nicht mehr damit rechnen muss, zu weiteren Ausbildungskosten herangezogen zu werden.

Im konkreten Fall musste der Vater einer fast 26-jährigen Tochter bei Studienbeginn typischer Weise nicht mehr ohne weiteres mit der Aufnahme eines Studiums rechnen. Zudem hatte er er im Vertrauen darauf, nicht mehr für den Unterhalt der Tochter aufkommen zu müssen, verschiedene längerfristige finanzielle Dispositionen (kreditfinanzierter Eigenheimkauf; Konsumentenkredite) getroffen.

Hinzukommen muss aber noch ein gewisser Vertrauenstatbestand, auch tatsächlich nicht mehr in Anspruch genommen zu werden. Dieses Vertrauen war im vorliegenden Fall schützenswert, weil die Tochter den Vater trotz schriftlicher Nachfrage zu keinem Zeitpunkt über ihre Ausbildungspläne in Kenntnis gesetzt hatte.

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