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Wenn die Arbeitsunfähigkeit durch eine riskante Sportart selbst verschuldet ist... kann Entgeltfortzahlung entfallen!

Wann ein Verschulden im Sinne des Entgeltfortzahlungsgesetzes vorliegt, ist gesetzlich nicht geregelt. Die Rechtsprechung bejaht dies, "wenn der Arbeitnehmer in erheblichem Maße gegen die von einem verständigen Menschen im eigenen Interesse zu erwartende Verhaltensweise verstößt."

Anerkannt ist dies im Arbeitsrecht bei der Ausübung sogenannter gefährlicher Sportarten wie Kickboxen und Bungeespringen.

Nicht als gefährliche Sportarten werden dagegen Inlineskaten, Amateurboxen, Drachenfliegen, Fußball im Amateurbereich, Fallschirmspringen, Karate, Motorradrennen, Skifahren, Skispringen oder Crossbahnrennen beurteilt.

Der Arbeitgeber ist beweispflichtig dafür, dass der Arbeitnehmer die Arbeitsunfähigkeit schuldhaft herbeigeführt hat und deshalb kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht. Der Arbeitnehmer ist dabei zur Mitwirkung verpflichtet.

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